Thriller Leseprobe „Die unbequeme Braut“

Ein Roman über Macht, Täuschung und das gefährlichste aller Gefängnisse: die Ehe.

Thriller-Leseprobe: Ein gefährlicher Ehemann und eine unbequeme Braut

Buchstart: Die ersten Absätze aus meinem Thriller Die unbequeme Braut

Du magst düstere Psychothriller mit Machtspielen, Manipulation und moralischen Abgründen?
Dann wirf hier einen Blick in die ersten Seiten meines neuen Romans Die unbequeme Braut.

Kathy heiratet den Mann ihrer Träume – und wacht in einem Albtraum auf.

Diese Leseprobe zeigt dir den Auftakt in eine Geschichte voller Lügen, Kontrolle und gefährlicher Liebe.

Jetzt eintauchen:

 

»Kathy?«

Mein Name klingt fremd, als er durch die Tür dringt.

»Kathy! Es ist soweit.«

Die Stimme gehört der Eventkoordinatorin, die irgendwo hinter der schweren Tür des Ankleidezimmers steht. Eine Frau um die sechzig mit weichen Zügen und schwarzen Augen, denen nichts entgeht.

Ich antworte nicht sofort. Ich starre mein Spiegelbild an, als hätte ich es nie zuvor gesehen. Mein Blick bleibt an meinem Hals hängen, wo der Spitzenrand des Kleides sich wie eine schüchterne Welle an die Haut legt. Ich zupfe ihn leicht zurecht, obwohl er bereits perfekt sitzt. Alles sitzt perfekt.

Das Kleid ist schlicht. Elfenbeinfarben. Kein Glitzer. Keine zehn Meter Stoff. Es hat etwas Zurückhaltendes, vielleicht sogar Reumütiges – als wolle es sich für meine späte Liebe entschuldigen. Die Schneiderin sagte: »Wunderbar schmeichelnd für Ihre Figur.« Ich sagte: »Ich will einfach nur schön wirken. Für ihn.«

Ich bin achtunddreißig. Und ich heirate heute einen Mann, der zweiundzwanzig Jahre älter ist als ich. Das Klischee. Wie viele Frauen haben schon davon geträumt, einen reichen, älteren Mann zu heiraten, bei dem sie sich sicher und versorgt fühlen können? Für mich wurde dieser Traum Wirklichkeit, nur dass ich Victor nicht aus Kalkül heirate, sondern aus Liebe. 

Victor Vermeulen. Unternehmer. Elegant. Souverän. Charismatisch. Sein Lächeln hat mein Herz berührt. Sein Auftreten meinen Körper entflammt. Als ich ihn das erste Mal gesehen habe, war ich fasziniert von ihm, von seiner Ausstrahlung und seiner Dominanz. Und als er mich wiedersehen wollte, jubelte meine Seele vor Freude.

Das rede ich mir jedenfalls ein.

»Kathy?« Die Stimme vor der Tür klingt ein wenig dringlicher.

Ich öffne und lächle. Die Frau mustert mich – und ihr professionell höfliches Gesicht, das sie wie eine Maske trägt, verrät einen Hauch von Überraschung. Ich sehe älter aus als die Bräute, die sonst hier durchziehen. Und wahrscheinlich glücklicher.

»Es ist alles bereit«, sagt sie.

»Ich komme.« Ich werfe einen letzten Blick in den Spiegel. Das Make-up sitzt. Die Frisur ebenfalls. Ich kann mich durchaus blicken lassen. Für einen Moment stelle ich mir Victors Gesicht vor, wenn er mich sieht, wie ich den Gang hinunterlaufe und auf ihn zugehe. Ich lächele wieder.

»Sie sehen sehr glücklich aus«, sagt die Eventkoordinatorin mit einer Spur Bewunderung in der Stimme. »Ihr Bräutigam wird sich freuen, Sie so zu sehen. Eine wunderschöne Braut.«

»Danke.« 

»Sie müssen sich aber beeilen. Es sind Demonstrationen in der Stadt, viele Straßen gesperrt. Wenn Sie nicht aufpassen, bleiben Sie stecken und kommen zu spät zum Standesamt.«

»Ich hoffe doch, er wird auf mich warten.« Ich zwinkere ihr zu. 

Sie nickt lächelnd. »Davon gehe ich aus. Aber Ihr Chauffeur hat schon angerufen. Die Zeit drängt.«

»Danke.«

Ich werfe noch einen Blick in den Spiegel. Heute beginnt ein neues Kapitel in meinem Leben. Ein wunderschönes Kapitel voller Liebe, Anerkennung und Respekt. 

Und hoffentlich bekomme ich auch Antworten auf meine Fragen.

»Hat mein Sohn sich gemeldet?«, frage ich und sehe sie im Spiegel an. Ihr Gesicht wirkt fremd darin. Erschrocken mustere ich mich erneut. Es ist eigenartig, wie anders man sich auf Fotos findet, ungewohnt, weil man nur das Spiegelbild kennt. Ich habe keine Ahnung, wie ich auf Victor wirke, ob ich tatsächlich schön genug für ihn bin. Er könnte jede haben, doch er will mich.

»Ihr Sohn ist bereits im Standesamt und wartet auf Sie.«

Ich hole tief Luft. »Auf denn!«

 

Neugierig, wie es weitergeht?
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Und wenn du magst, hinterlasse mir gern einen Kommentar oder teile die Leseprobe mit Thriller-Fans.

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